Warum Stellenanzeigen ohne Bild wie Pommes ohne Salz sind!


Wow! Da liegt sie vor mir: die Samstagsausgabe der lokalen Zeitung mit den gedruckten Karriereseiten! Ich weiss: die meisten Jobsuchenden gehen über die klassischen Online-Stellenbörsen. Dennoch werfe ich immer noch einen Blick in die gedruckte Variante, denn ich habe dann einen herrlichen Kurz-Layout-Überblick von einer Anzeige neben der nächsten. Und wenn ich dann zusätzlich in die Online Portale schaue, dann sieht die Welt zwar besser und bunter aus, aber vielfach sehe ich das gleiche Bild wie im Druck.

Wovon ich spreche?

Stellenanzeigen!

 

Viele Stellenanzeigen fallen durch viel schwarz-weißen Text, dunkle Rahmen, mehr oder weniger lieblose Auflistungen und ohne Bild auf. Erschreckenderweise haben sogar die Todesanzeigen fast mehr Leben als Stellenanzeigen!

Warum sind Bilder in Stellenanzeigen

so wichtig?

 

Das ist relativ einfach: Bilder sind Eyecatcher! Bilder fangen Aufmerksamkeit ein, das Auge wandert zuerst dort hin, wo ein Bild zu sehen ist! Warum sind Pinterest, Instagram, Facebook usw. so erfolgreich? Vor allem wegen Bildern, Videos, usw.

Jetzt können Sie einwenden: es geht hier um die Besetzung einer beruflichen Position, da ist der Inhalt wichtiger! Im Prinzip gebe ich Ihnen Recht! Aber in einer Zeit, die auch „war for talents“ genannt wird, in der es wichtig ist, die Aufmerksamkeit von Bewerbern zu erhalten, ist reiner Text einfach nicht genug.

Machen Sie den Schwenk in die klassische Werbung! Stellen Sie sich bitte eine schicke gedruckte Zeitschrift vor mit einer einseitigen Werbeanzeige für ein Produkt wie Haarshampoo! Nun fängt diese Werbeanzeige damit an, dass erst einmal beschrieben wird, wer denn der Anbieter dieses Produktes eigentlich ist. Dann kommt in großen Buchstaben der Name des Produktes – nennen wir es: Shampoo to go for women with curls. Interessanterweise wird in der Werbung ja durchaus unterschieden nach Kundengruppen (nichts mit AGG).

Weiter geht’s! Dann erfolgt eine längere Beschreibung, was den Benutzer des Shampoos erwartet: mehr Glanz, mehr Spannkraft, einfaches Kämmen, usw. und natürlich auch die Substanzen. Als nächstes wird dann beschrieben, was der Anwender des Shampoos mitbringen sollte: Haare (bei einer Glatze ist das wenig sinnvoll), Locken, widerspenstiges Haar usw. Und dann gibt es noch einen Hinweis, der da lautet: Dann kaufen Sie – mit einem Verweis zu den Bezugsquellen.

Kein überzeugendes Photo, kein Mensch, der das Produkt anwendet, nur Text. Möglicherweise ist das Firmenlogo des Herstellers etwas größer abgebildet. That’s all.

Nun, lieber Leser, das ist natürlich „erfrischend“ oder „nüchtern“ anders, denn es ragt aus der Masse heraus! Dennoch: fragen Sie sich einfach selbst, inwieweit SIE durch eine solche oder ähnlich formulierte Werbeanzeige für welches Produkt auch immer angesprochen werden! Sind Sie überwältigt und begeistert?

Wichtig sind letztlich die Ergebnisse! Wenn Sie zu wenige Bewerbungen erhalten, dann werfen Sie einmal einen Blick auf Ihre Stellenanzeigen: laden Ihre Stellenprofile ein zum genauer hinschauen? Machen sie neugierig? Oder laden sie dazu ein, schlicht darüber hinweg zu sehen?

Und der Vergleich mit den Pommes und dem Salz? Pommes Frittes sind im Grunde ein Nahrungsmittel und natürlich kann man sie auch ohne Salz essen allein unter dem Aspekt Hunger und Sattmacher betrachtet. Zu viel Salz ist ohnehin nicht gesund. Doch ganz ehrlich: essen Sie Pommes ohne Salz und sind begeistert?

Let’s stay connected!

Wie sehen Sie das? Sind Bilder in Stellenanzeigen Eyecatcher oder Platzverschendung?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare unter diesem Blogartikel!


Von: |2018-11-06T18:28:23+00:004. April 2016|Kategorien: Employer Branding, Recruiting|Tags: , |0 Kommentare

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