Selbstmarketing: Ich bin das Salz, Du bist der Pfeffer!


Selbstmarketing – für viele ein Wort, das eher Unbehagen als Freude auslöst. Dennoch ist es wichtig, dass Sie sich mit dem Thema auseinandersetzen! Und dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Mitarbeiter oder Bewerber oder Personaler oder Vorgesetzter und Arbeitgeber sind.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum es bei Ihnen mit der letzten Gehaltserhöhung nicht geklappt hat? Wieso wurden Sie bei der tollen Stelle übersehen? Weshalb darf der Kollege zu der heiß ersehnten Weiterbildung und sie nicht? Aus welchem Grund hat der exzellente Bewerber abgesagt, obwohl das Angebot so gut war?

Die Antworten auf diese Fragen haben sehr viel mit dem Wort Selbstmarketing zu tun: als wertvoller Mitarbeiter, als anziehender Arbeitgeber, als herausragende Führungskraft.

Mit dem Wort Selbstmarketing ist jedoch keinesfalls ein marktschreierisches Umherirren gemeint. Stattdessen trifft der Satz: tue Gutes und sprich darüber.

Machen Sie doch einmal das Salatsaucenspiel. Die Grundzutaten einer Salatsauce sind Öl, Essig, Salz und Pfeffer. Öl und Essig sind dabei in eher flaschenähnlichen Behältnissen, Salz und Pfeffer in kleinen Streuern.

Wenn Sie nun in die Mitarbeiterrolle schlüpfen, dann sind Sie z.B. der Salzstreuer. Pfeffer wäre der/die Kollege/in, der den Job / das Gehalt / die Weiterbildung bekommen hat. Öl ist Ihr Vorgesetzter, Essig das Unternehmen.  Am besten funktioniert das Ganze an einem quadratischen Tisch, an jeder Längsseite wird eine Zutat aufgestellt. Beginnen Sie damit, sich zunächst hinter Ihren eigenen Platzhalter (z.B. das Salz) zu stellen. Schauen Sie auf Ihren Kollegen, den Vorgesetzten, den Arbeitgeber. Warum hätten Sie aus Ihrer Sicht Gehalt, Rolle, Weiterbildung o.ä. verdient? Wechseln Sie anschließend die Position und die Perspektive und gehen Sie auf den Platz Ihres Vorgesetzten (hinter das Öl). In dieser Rolle sehen Sie auf sich selbst, auf den Kollegen usw. Was sehen Sie? Ist aus dieser Blickrichtung wirklich so klar, warum Sie so gut sind? Gehen Sie weiter auf den Platz des Kollegen. Was sieht er? Wie vergleicht er sich selbst mit Ihnen?

Was ist das Resultat? Und was hat Selbstmarketing damit zu tun?

Das Ergebnis dieses Spiels sieht meist so aus, dass Sie selbst die Dinge anders und klarer sehen als Ihr Chef. Daher liegt es an Ihnen, Ihren Wert entsprechend zu transportieren!

Das gleiche Spiel können Sie mit Ihrer Rolle als Arbeitgeber spielen. Ist dem Bewerber wirklich so klar, warum Sie genau das richtige Unternehmen für ihn sind? Bringen Sie in persönlichen Gesprächen wirklich alles das rüber, was Sie auszeichnet? Und das nicht nur in harten Fakten, sondern auch mit begeisterter innerer Überzeugung?

Auch hier ist das ehrliche Resultat oftmals, dass das Selbstmarketing der eigenen Person und des eigenen Unternehmens versagt hat.

Beliebte Reaktionen, die dann auftreten lauten:
Aber mein Chef sieht doch, was ich leiste!
Aber auf der Homepage steht doch alles, das kann jeder Bewerber lesen!

Mit diesen Reaktionen geben Sie die Verantwortung ab! An Ihren Chef, an den Bewerber! Bringt Sie das weiter? Definitiv: nein!

Da hilft nur, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen!

Warum bin ich der Richtige für …?
Warum ist das Unternehmen das Richtige für …?

Wenn Sie sich entscheiden, sich damit zu beschäftigen, dann achten Sie darauf, dass Sie konkret werden! Keine Götterspeisenargumentation! Ich bin / wir sind teamorientiert ist so wenig greifbar wie die besagte Speise!

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen würzige Argumente, die Ihre besondere Note unterstreichen!

 


 

Von: |2018-12-07T13:16:18+00:003. Dezember 2018|Kategorien: Employer Branding, Erfolg, Karriere|Tags: , , |0 Kommentare

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